Jonas Schönfelder

schreibt und spricht

Reisen

Wanderung, Familenbesuch und der hohe Norden

Auf dem Weg nach Yellowknife kann man von der Straße aus freilaufende Bisons sehen

Auf dem Weg nach Yellowknife kann man von der Straße aus freilaufende Bisons sehen – Foto: Jonas Schönfelder

Im Jahr 2018 war ich elf Monate lang zum Reisen und Arbeiten in Kanada. Unter dem Titel »Quer durch Kanada« habe ich über meine Erlebnisse berichtet.

Es ist viel passiert in den letzten zwei Monaten. Das ist auch der Grund, weshalb ih mich erst jetzt wieder melde: Ich habe schlicht nicht die Zeit und vor allem die Ruhe gefunden, einen Rundbrief zu verfassen. Jetzt gibt es aber wieder ein paar Einblicke in mein Reiseleben.

Im letzten Rundbrief schrieb ich, dass ich eine große Wanderung unternehmen wolle. Das hat mit einigen spontanen Routenänderungen auch geklappt. Um hier nicht zu sehr in die Länge zu gehen, verweise ich mal auf einen Blogpost, den ich dazu geschrieben habe.

Wandern in Banffs Hinterland
Wandern in Banffs Hinterland – Foto: Jonas Schönfelder

Urlaub in Kanadas Osten

Nach meiner Wiederkehr von der Wanderung habe ich noch etwas mehr als eine Woche in Banff verbracht. Da der Ort im Juni zunehmend von Touristen überlaufen wurde, ist mir der Abschied recht leicht gefallen. Ich bin dann nach Toronto geflogen, wo ich Besuch von meiner Schwester, ihrem Freund, meinem Neffen und meiner Mutter bekommen habe. Zusammen haben wir mit einem Mietwagen den Osten Kanadas erkundet und haben Ottawa, Montréal, Québec und verschiedene Provinz- und Nationalparks besichtigt. Wir hatten eine schöne Zeit und es war toll, sie wiederzusehen.

Mit dem Besuch aus Deutschland in Ottawa
Mit dem Besuch aus Deutschland in Ottawa – Foto: Jonas Schönfelder

Nach dem Ende unseres Urlaubs gab es quasi einen fliegenden Wechsel und meine Freundin Eymi, die bis dahin noch in Banff gearbeitet hat, kam nach Toronto. Wir haben dort ein Auto gekauft und es nach einigen Reparaturen in Montréal angemeldet (dort ist die Versicherung günstiger). Seitdem leben wir in unserem Minivan und haben über 6.000 Kilometer Strecke hinter uns gebracht. Wir sind auf der Route, die ich im Winter getrampt bin, nach Winnipeg gefahren. Dort haben wir unter anderem die beiden jungen Frauen wiedergetroffen, bei denen ich im Januar mehrere Tage wohnen durfte. Von Winnipeg ging es auf der nördlicheren Route des Trans-Canada-Highways über Saskatoon nach Edmonton.

Eymi und ich mit unserem Auto, in dem wir seit einem Monat schlafen.
Eymi und ich mit unserem Auto, in dem wir seit einem Monat schlafen. – Foto: Jonas Schönfelder

Hoch im Norden

Von dort aus sind wir nach Norden gefahren, haben den 60. Breitengrad überquert und sind seitdem in den Nordwest-Territorien. Hier leben auf einer mehr als dreimal so großen Fläche wie Deutschland nur 44.000 Menschen. Knapp die Hälfte davon – 19.000 – lebt in der Hauptstadt Yellowknife, wo wir seit zwei Tagen sind. Viel kann ich über die Stadt noch nicht sagen, außer dass sie normaler wirkt, als ich erwartet habe. Hier gibt es die üblichen Fast-Food- und Supermarktketten, ein Schwimmbad, Malls etc. Ich hoffe, in den nächsten Wochen mehr über das Leben hier zu erfahren. Eymi und ich wollen hier nach Arbeit suchen, bevor wir im Dezember Kanada wieder verlassen werden.

Diese Strecke sind Eymi und ich im letzten Monat gefahren
Diese Strecke sind Eymi und ich im letzten Monat gefahren – Screenshot: Google Maps

Ich halte euch auf dem Laufenden – früher oder später.

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